„Im Juni vielleicht...“

Nach langen Vorbereitungen sollte es vom 24.03. bis 27.03. für acht mutige - zum Teil ehemalige - Gruppenleitungen unseres Bezirks ins große Abenteuer gehen: eine Wanderung durch die südliche Schweiz, Kanton Tessin. Geplant war diese Wanderung aus dem Anlass, unsere alten Kurszeiten noch einmal aufleben zu lassen.

Die Zugfahrt verlief recht unspektakulär und am späten Nachmittag kamen wir in Bellinzona an, wo wir sogleich von 24° im Schatten begrüßt wurden.

Um uns einen sehr steilen Anstieg zu ersparen, fuhren wir an diesem Abend nur noch mit dem Bus in die Berge und übernachteten - mangels einer anderen geraden Fläche - auf einem Parkplatz. An sich kein schlechter Platz, doch am nächsten Morgen überraschten uns einige Wanderer, die dort parkten, um Tagestouren zu machen! Also hielt es uns nicht länger in den Zelten und auch wir machten uns auf zu unserer ersten großen Tagesetappe. Leider kennt man in der Schweiz keine geraden Strecken und so geht es immer steil bergauf oder steil bergab. In unserem Falle mussten wir uns mit ersterem begnügen.

Nach Stunden des Bergauflaufens kamen wir allmählich auf solche Höhen, auf denen noch Schnee liegt und schon die Tatsache, dass es keinen einzigen Fußabdruck außer die der Rehe gab, hätte uns zu denken geben müssen. Unerschrocken ging es jedoch weiter bis... ja, bis wir nicht weiterkamen! Vor unseren Augen tat sich ein serpentinenförmiger Weg auf: zugeschneit und nicht begehbar. Auch der Versuch, die gegenüberliegende Seite des Hangs zu erklettern und auf dieser Seite weiterzulaufen, schlug fehl und wir mussten leider umkehren. Zum Glück blieb es wenigstens dank der Zeitumstellung etwas länger hell. Sehr schnell, da es nun rasend bergab ging, erreichten wir eine Hütte, an der wir zuvor Rast gemacht hatten und schlugen unser Lager auf, froh, endlich schlafen zu können.

Der nächste Tag begann wieder mit Sonnenschein und Jonas' Geburtstag! Zur Feier des Tages machten wir Trangia-Pfannkuchen. Aber auch an diesem Tag blieben wir nicht verschont. Zurück ging es auf dem Pfad und dann auf der neu geänderten Route, die uns zur „Piano Dolce“ führte. Auf dem Weg trafen wir eine Frau, die uns auf Schweizerdeutsch erklärte, wann man über unseren geplanten Pass gehen könne: „Im Juni vielleicht...“

Die „Piano Dolce“ entpuppte sich dann als wunderschöne Alm mit atemberaubendem Ausblick. Dort machten wir eine längere Mittagspause und genossen die warme Sonne.

An diesem Abend übernachteten wir in einem kleineren Ort und konnten den nächtlichen Ausblick über Bellinzona bis nach Locarno bewundern.

Der letzte Tag war recht entspannt. Wir wanderten hinab nach Bellinzona und hatten noch ein paar Stunden Zeit - bei nun sogar 31° - unsere letzten Franken auszugeben.

Diese Wanderung war sehr schön und vor allem das Wetter hat es gut mit uns gemeint, denn auf welcher Wanderung braucht man schon nie seine Regensachen?

Es grüßen die schweizer Murmeltiere: Ronja, Janina, Martin, Jonas, Timo, Bene, Merlind und Lisa

 

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