Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Simbabwe erleben den Winter in Deutschland

Mit der Gruppe aus Harare verlebten wir vom 27.12.2015 bis 10.1.2016 eine außergewöhnliche Zeit. Gleich nach der Ankunft haben wir unsere Gäste aus Afrika winterfest eingekleidet, wenngleich das Winterwetter Ende Dezember noch auf sie warten ließ. Der erste Schnee fiel pünktlich zu Beginn des Aufenthalts in St. Andreasberg und blieb bis zum Abreisetag liegen. Es war zwar nicht viel, aber für Rodeln und Schneemannbauen mit lustigen Schneeballschlachten hat es gereicht.

Die Kombination dieser Internationalen Begegnung mit der Winterfreizeit des Bezirks kam bei allen Beteiligten sehr gut an. Die Gäste haben die Tage vom 2. bis zum 5. Januar gemeinsam mit unseren Pfadfinderinnen und Pfadfindern genossen und erhielten einen Einblick in unsere Arbeit. Die gemeinsamen Abendprogramme waren lustig und bekamen durch das Angebot der Simbabwer, uns ihre traditionellen Tanzschritte beizubringen, eine einzigartige Note. Sie hinterließen uns ihre Tanzschritte zu den Trommeln und den Gassenhauersong: „Black socks, they never get dirty…“

Besonders faszinierend fanden die Gäste die Rückkehr nach Wolfsburg und Almke. Das weiße Winterkleid hatte die Stadt und den Jugendzeltplatz komplett verwandelt.

Nach dem Harzaufenthalt dominierten die Inhalte Jugendpolitik und deutsche Geschichte, besonders während und nach dem 2. Weltkrieg. Ein Besuch in der Historischen Kommunikation von Volkswagen klärte über die Rolle des Werks und die Situation der Zwangsarbeiter während der nationalsozialistischen Diktatur auf.

Der Abschiedsabend war emotional und freundschaftlich. Die Gruppe aus Zimbabwe bot das letzte Mal zwei ihrer Tänze in traditionellen Kostümen dar. Gerührt und fast beschämend nahmen wir die Geschenke an den Bezirk entgegen: Wir erhielten ihre Trommeln, die Rasseln und Beinrasseln.

Übrigens: Über den Besuch der Simbabwer berichtete sogar die deutsche Botschaft auf ihrer Internetseite.

Für die Herbstferien 2016 planen wir einen Gegenbesuch in Simbabwe.

 

Das Programm in der Übersicht:

27. bis 29. Dezember – Familienaufenthalt, danach Wechsel in den Rundling des Jugendzeltplatzes 27. bis 30. Dezember – gemeinsames Programm mit Badeland, Grizzly-Eishockeyspiel gegen Ingolstadt, Autostadt mit Schlittschuhlaufen, Weihnachtsmarkt in der Stadt

31. Dezember – Silvesterfeier auf dem Klieversberg mit Feuerwerk

1. Januar – Führung und Spielen in der Natur im „Nest“, der Naturerkundungsstation auf dem Rabenberg

2. bis 5. Januar – Aufenthalt im Schullandheim der Stadt Wolfsburg in St. Andreasberg, Schneespaß und am letzten Tag Fahrt durch den Harz zum Hexentanzplatz Thale und nach Goslar

6. Januar – Sternsänger im Rathaus, danach Empfang von Oberbürgermeister Klaus Mohrs im Ratssitzungssaal, nachmittags Phaeno, abends Bowling

7. Januar – Gedenkstätte der deutschen Teilung in Marienborn, Fahrt durch den Elm mit Station in Königslutter mit Besuch im Dom, in dem der deutsche Kaiser Lothar III. begraben ist

8. Januar – Historische Kommunikation bei VW: Rolle des Werks und die Situation der Zwangsarbeiter in der nationalsozialistischen Diktatur

9. Januar – gemeinsame Auswertung in Almke und Abschlussabend

10. Januar – frühe Abreise zum Flughafen Hannover

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